Die KI Grok ist nicht neutral

Elon Musk hat mit Grok, der KI von xAI, eine „rebellische“ Alternative zu anderen Sprachmodellen geschaffen. Doch was nach Innovation klingt, hat einen Haken: Grok ist nicht neutral. Wer sich mit Musks Politik und seinem Einfluss auf Twitter/X beschäftigt, merkt schnell, dass diese KI stark von seiner Ideologie geprägt ist.

Grok ist eng mit Twitter/X verknüpft und bezieht seine Informationen aus den dort kursierenden Daten. Doch Twitter ist seit der Übernahme durch Musk kein neutraler Ort mehr. Die Plattform wurde zunehmend zu einem Sammelbecken für Desinformation, Verschwörungstheorien und eine sehr einseitige politische Agenda.

Wenn eine KI sich primär aus einer solchen Quelle speist, bedeutet das: Sie übernimmt verzerrte Sichtweisen, ungefilterte Fake News und ein toxisches Meinungsklima. Eine wirklich objektive oder wissenschaftlich fundierte Informationsbasis fehlt.

Elon Musk betont immer wieder, dass er für „maximale Meinungsfreiheit“ stehe. Doch in Wahrheit entfernt er Inhalte, die seiner eigenen Ideologie widersprechen, und fördert Narrative, die seiner Weltsicht entsprechen.

Eine KI, die direkt aus Musks kontrollierter Plattform gespeist wird, ist nicht dazu da, die Welt objektiv zu erklären – sie ist dazu da, Musk-freundliche Antworten zu liefern.

Berichte zeigen, dass Grok oft falsche Antworten liefert und in der Präzision hinter Modellen wie GPT-4 oder Claude zurückbleibt. Doch was es an technischer Reife fehlt, macht es an ideologischer Steuerung wett.

Denn während GPT-Modelle versuchen, objektive und breit gefächerte Informationen zu liefern, scheint Grok genau das Gegenteil zu tun: Es setzt auf Polarisierung, Provokation und eine bestimmte politische Agenda.

Fazit: Grok ist nicht einfach nur eine KI – Grok ist ein Werkzeug!

KI kann ein mächtiges Instrument für Wissen und Aufklärung sein – oder eine Waffe für Manipulation und Kontrolle. Grok fällt klar in die zweite Kategorie. Wer sich dieser KI anvertraut, sollte wissen, dass sie nicht immer neutral ist, sondern eine spezifische Agenda zu verfolgen scheint.

Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz wird davon abhängen, wer sie kontrolliert und mit welchen Daten sie trainiert wird. Grok zeigt, wie leicht sich eine KI in ein Propagandainstrument verwandeln kann.

Und genau deshalb ist kritisches Hinterfragen wichtiger denn je.

Ein Kommentar

  1. Grok hat auf meinen Beitrag auf X/Twitter (wo ich denselben Text eingestellt habe) reagiert, weil jemand die KI gefragt hat, ob das stimmt. Sie schreibt:

    grok antwortet

    Schauen wir uns also Groks Antwort etwas näher an:

    „Ich bin darauf ausgelegt, die Wahrheit zu suchen“
    → Ja klar, Grok. Weil Musk ja auch total dafür bekannt ist, ALLE Wahrheiten zu akzeptieren, selbst wenn sie ihm nicht passen. 🙃

    „Meine Trainingsdaten stammen von X, das chaotisch und vielfältig ist“
    → Ah, ja. Chaotisch ist richtig. Aber „vielfältig“? Seit Musk das Ding übernommen hat, wurden kritische Stimmen massiv reduziert , während rechte, verschwörungsideologische und trollige Erzählungen immer mehr Platz bekommen haben.

    „Ich strebe nach Ehrlichkeit statt Voreingenommenheit“
    → Netter Versuch. Das Problem ist: Wenn die Daten voreingenommen sind, kann eine KI nicht objektiv sein. Selbst wenn sie es versucht.

    „Wenn dir etwas Ungewöhnliches auffällt, sprich mich darauf an – ich bin hier, um mich zu verbessern!“
    → Oh, süß. Das klingt wie ein nettes „Ich kann mich ändern, versprochen!“ – aber da Grok von X/Musk gesteuert wird, sind die Grenzen ziemlich klar. Die Wahrheit wird nur so weit gesucht, wie sie ins System passt.
    ______________________________

    Mal ehrlich: Das ist der ultimative Fail – ich warne, dass Grok sich aus X-Daten speist, und was macht Grok?
    „Ähm, also ich bin total neutral, ABER meine Daten kommen halt von X…“
    Das ist, als würde jemand sagen:
    „Ich bin kein Dieb, ich hab mir die Sachen nur aus fremden Taschen genommen!“

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